Berichte zu Tulle
Herzlicher Empfang und unvergessliche Tage – Tuller Gäste zu Besuch in Schorndorf
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Weiter nach Schwäbisch Gmünd und Heubach
Anschließend brachen Gäste und Gastgeber gemeinsam in Richtung Schwäbisch Gmünd auf, wo die historische Silberwarenfabrik besichtigt wurde. Danach ging es weiter nach Heubach zur Brauereibesichtigung, und den Abend ließ die Gruppe entspannt beim Essen in der Brauereigaststätte ausklingen.
Samstag: Schorndorf und Stuttgart
Der Samstag begann mit einer Stadtführung durch Schorndorf: Stadtkirche, Marktplatz und das Rathaus mit seinem beeindruckenden Mosaik standen ebenso auf dem Programm wie das Geburtshaus von Gottlieb Daimler. Brigitte Cajar, Mitglied des Partnerschaftsvereins Schorndorfs, und verantwortlich für die Städtepartnerschaft mit Tulle wusste viele Anekdoten zu erzählen, die die Zeit wie im Fluge vergehen ließ. Nachmittags sollte es per S-Bahn nach Stuttgart gehen – doch die fiel aus. Kurzerhand wurde auf den Bus umgestiegen, und die Gruppe ließ sich davon nicht die Laune verderben. Oben auf dem Stuttgarter Fernsehturm mit Blick über die Stadt war die kleine Odyssee schnell vergessen. Danach blieb Zeit für freies Erkunden: Das Neue Schloss wurde bewundert, und nicht wenige nutzten die kühlen Räume des Kunstmuseums sehr gezielt, um der Hitze zu entfliehen.
Sonntag: Freie Zeit und Ausflüge
Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Ausflügen und Zeit mit den Gastfamilien. Wer noch Energie hatte, unternahm Ausflüge in den Welzheimer Wald zu den beeindruckenden Mammutbäumen, nach Lorch oder Esslingen, auf den Korber Kopf, den Killesberg oder zur Grabkapelle auf dem Württemberg. Einige suchten Zuflucht im Schwimmbad oder bei den herrlich kühlen Kneippbecken in der Region.
Abends fand der stimmungsvolle Ausklang beim gemeinsamen Abschlussessen im Restaurant Hirsch in Oberberken statt – bei immer noch warmen Temperaturen, weshalb das kühle Sorbet zum Nachtisch besonders herzlich begrüßt wurde.
Abschied am Montag
Am Montagmorgen hieß es Abschied nehmen. Wer dabei war, konnte sehen, wie viele Freundschaften sich in diesen Tagen gefestigt oder neu gebildet hatten. Die Vorfreude auf das nächste Wiedersehen war in Blicken, Umarmungen und in Bises deutlich zu spüren.
Thomas Röder, Vorsitzender des Partnerschaftsverein Schorndorf, spricht ein besonders herzliches Dankeschön an Brigitte Cajar für die wunderbare Organisation dieses Programms aus, insbesondere in Anbetracht der besonderen Herausforderungen, die die Hitzewelle mit sich brachte.
Ebenso dankt er allen Gästen aus Tulle für den Besuch und allen Gastgebenden in Schorndorf für ihre Herzlichkeit und Offenheit, ohne die ein solcher Besuch nicht möglich wäre.
Wir sagen „Auf ein baldiges Wiedersehen in Tulle – à bientôt!"
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81. Jahrestag Drame de Tulle 2025
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Eine kleine Schorndorfer Delegation war zum 81. Jahrestag des Drame de Tulle angereist. Oberbürgermeister Bernd Hornikel mit seiner Frau Jil und der neuen Leiterin des Fachbereiche Kommunales, Dörte Lange, wurden begleitet von 4 Schorndorfer Künstlern (Lutz Thilo Mössle mit Frau, Ulrich Kost und Hartmut Ohmenhäuser) sowie Ralf und Regina Beck, Brigitte Cajar und Thomas Röder vom Partnerschaftsverein. Zuerst hat die Gruppe die im letzten September gepflanzten Apfelbäume von Lutz Thilo Mössle besichtigt, welche gut angewachsen sind.
Bernd Leube ist verstorben
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Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Kahla hat die Grundsteine für fast alles in Kaha gelegt, sagt der jetzige (parteilose) Bürgermeister Jan Schönfeld. Leube, der 22 Jahre Bürgermeister war habe zu unserem Glück nach der Wende vieles angeschoben. Darunter das Gewerbegebiet und den Erdgasanschluss. Bernd Leube wurde 1990, gewählt. Gelernt hat er Elektromechaniker bei Zeiss, lehrte Mathematik und Physik und war Schulleiter in Kahla. Im Jahr 1991 hat er die Städtepartnerschaftsurkunde mit Schorndorf unterzeichnet, gemeinsam mit dem damaligen Schorrndorfer Oberbürgermeister Winfried Kübler.
2012 wurde er zum Ehrenbürger ernannt. Auch die Förderung sozialer Einrichtungen war ihm ein Anliegen. Er gründete 2001 die Heimatgesellschaft Kahla und im Karnevalsclub Dohlensteen war er 14 Jahre Präsident. Zu dieser Zeit waren auch öfters Gruppen aus Schorndorf mit großer Begeisterung bei Faschingsveranstaltungen dabei.
Er starb am 14. April im Alter von 75 Jahren. Der Partnerschaftsverein denkt gerne an viele schöne Stunden mit ihm zurück und behält ihn in dankbarer Erinnerung.
2024 - Vorsitzender Thomas Röder mit OB Bernd Hornikel in Tulle
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Anfang September holte OB Bernd Hornikel seinen Antrittsbesuch in Tulle nach, der wegen den Gemeinderatswahlen im Juni nicht möglich war. Begleitet wurde er von seiner Partnerin, Jill Rieth, Sonja Schnaberich-Lang und Franziska Starz von der Stadtverwaltung. Da der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Thomas Röder im Juni ebenfalls verhindert war, hat er sich mit seiner Frau Margit Röder der Delegation angeschlossen. Sehr herzlich begrüßt wurde die Gruppe zusammen mit Schorndorfer Künstlern im Rathaus von Bürgermeister Bernard Combes. Stadträte haben über die enge deutsch-französische Partnerschaft und die Freundschaft der Völker gesprochen. Einer Freundschaft, die gepflegt werden muss - so wie diese seit über 50 Jahren bestehende Städtepartnerschaft.
Anschließend wurde das alte Viertel von Tulle mit dem Kreuzgang des Klosters und Ateliers der Rue des Arts besichtigt. Im neuen Museum Cite de l'accordeon et des patrimoines wurde anschaulich die lange Tradition der Akkordeon Herstellung in Tulle erklärt. Auch die Tuller Spitze ("Poinct de Tulle") und die Geschichte der Waffenfabrik wird in diesem Museum gezeigt.
Honorarkonsul Folker Zöller aus Mannheim erläuterte bei einem Rundgang durch die Straßen des Ortsteils Souilhac eindrücklich welche Gräuel die Waffen SS Das Reich am 9.Juni dort angerichtet hat. Insgesamt hat die Stadt 200 Tote zu beklagen. An der Gedenkstätte Champ des Martyrs legten OB Hornikel und Bernard Combe gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Committee des Martyrs Roland Gonieau einen Kranz nieder. Roland Gonieau bedankte sich im Namen der Familien der Getöteten sehr für das Kommen und die Anteilnahme.
Folker Zöller stellte auch die Skulptur "Paperbomb" von Nessi Nezilla vor, die auf seine Initiative hin im Juni hier aufgestellt wurde. Sie ist ein Symbol gegen das Vergessen und für den Frieden. Das Motto der Skulptur lautet: "Wenn alle Bomben aus Papier wären, gäbe es keinen Krieg mehr!"



Schließlich wurden von Oberbürgermeister Bernd Hornikel und seinem französischen Kollegen Bernard Combes im Park de l‘Auzelou, einem Freizeitgelände, 2 deutsch-französische bzw. französisch-deutsche Apfelbäume gepflanzt. Diese wurden von Lutz Thilo Mössle, Bildhauer aus Rudersberg, im Rahmen der diesjährigen Rue des Arts in Tulle, aus einem französischen und einem deutschen Apfelbaum gepfropft. Sie sollen symbolisch die wachsende Verbindung der Partnerstädte darstellen. Anwesend bei dieser Zeremonie war auch Francois Hollande, ehemaliger Bürgermeister von Tulle, ehemaliger Staatspräsident und aktuell Abgeordneter der Region in Paris.



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Reise in die französische Partnerstadt Tulle vom 5. bis 11. Juni 2024
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Bericht von Dagmar Bode und Ursula Binder
Einen tiefen Einblick in die deutsch-französische Geschichte erhielten 42 Teilnehmer, die mit dem Partnerschaftsverein Schorndorf nach Tulle reisten.
Immer im Hinterkopf bei allen schönen und spannenden Reiseerlebnissen war das Wissen um den eigentlichen Grund der Reise: Als Deutsche teilzunehmen an den Feierlichkeiten zur Erinnerung an den 80. Jahrestag
des Massakers von Tulle, begangen am 9. Juni 1944 von der Waffen SS. Auf dem “Feld der Märtyrer“ sollte der 99 Franzosen gedacht werden, die in Tulle an Laternenmasten und Balkongittern erhängt wurden; erinnert werden
an die 149 Menschen, die nach Dachau verschleppt wurden, und von denen 101 starben.
Vor diesem Hintergrund, mit diesem Wissen, berührt es umso mehr, dass sich bereits im Jahr 1964 – vor genau 60 Jahren – die „Troubadoure“, eine Folkloregruppe aus Tulle auf ihrer Tournee durch Süddeutschland mit den jungen Tänzerinnen und Tänzern des Schwäbischen Albvereins Schorndorf befreundeten. Aus diesen und weiteren Begegnungen entwickelte sich in erstaunlich kurzer Zeit die Städtepartnerschaft: 1969 unterschreiben in Schorndorf der damalige OB Rudolf Bayler
und der französische Bürgermeister Jean Montalat die Partnerschaftsurkunde. Drei Jahre später wird sie in Tulle bei dem Besuch einer deutschen Delegation gegengezeichnet.
Am Sonntag, 9. Juni 2024, dem 80. Jahrestag des Massakers von Tulle, trafen sich jetzt 25 ehemalige „Troubadoure“ bei einem festlichen Mittagessen mit drei früheren Mitgliedern der damaligen Sing- und Tanzgruppe des Schwäbischen Albvereins: mit Willi Schlatterer, Marieluise und Alfred Eißele. Es war ein herzliches Wiedersehen. Unter der erprobten Leitung von Brigitte Cajar und auf Wunsch des Komitees der französischen Partnerstadt Tulle, machten sich Mitglieder und Freunde aus Schorndorf und Umgebung zur frühen Stunde am Mittwoch, 5. Juni mit dem Bus auf den über 900 km langen Weg. Ebenfalls unterwegs nach Tulle waren vier Mitglieder des Gemeinderats der Stadt Schorndorf, Sabine Brennenstuhl (für den durch den Vielfachwahltermin verhinderten OB Bernd Hornikel), Ulrich Kost, Friederike Köstlin und Hans-Ulrich Schmid.
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