Fröhliche und interesssante Begegnungen bei herrlichem Wetter liegen hinter uns. Oberbürgermeister Klopfer hatte vom 29.4. bis 1.5. zum 20jährigen Bestehen der offiziellen Städtepartnerschaft eingeladen. Die Stadtverwaltung (Frau Büttner) und der Partnerschaftsverein Schorndorf (Thomas Röder, Marion Rube) hatten die Begegnung gemeinsam gut vorbereitet.

Der Kahlaer Städtepartnerschaftsverein hatte einen Bus bestellt und so ging es am Freitag,den 29. pünktlich los. Auch die meisten Stadträte und der Bürgermeister und ihre Begleitungen fuhren mit über die Thüringer Wald-Autobahn auf den Markt in Schorndorf. Dort empfingen uns im alten Rathaus OB Klopfer,Mitabeiterinnen der Stadt (sie sorgten für schriftliche Informationen und Erfrischungen) und die Gastgeber.Schon an die Herzlichkeit der Begrüßungen und die Vertrautheit vieler Gäste und Gastgeber miteinander machten deutlich: die Partnerschaft besteht schon lange.

Die erste Veranstaltung der Begegnungstage fand noch am Freitag Abend im Martin-Luther-Gemeindehaus der ev. Kirche statt. Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Kahla, Herr Günther, sprach zum Thema „Schorndorf-Kahla: Erlebte Partnerschaft im Wandel der Zeiten“. Dekan i.R Junt ergänzte mit seinen Beiträgen das Thema aus Schorndorfer Sicht. Und Zeitzeugen kamen zu Wort. Sie haben Päckchen nach Kahla geschickt, über 40 (!) Jahre lang bis 1990.

Initiiert wurden diese und auch andere Aktionen durch die evangelische Kirche als Antwort auf die menschenfeindliche Grenzziehung durch Deutschland. Menschen nahmen beiderseits der Grenze aneinander Anteil. Brieffreundschaften entstanden.Menschen aus Ost und West trafen sich in Prag oder Budapest, am Schwarzen Meer oder in der Hohen Tatra.

So ist es auch gut erklärlich,dass schon am 16.Dez.1989 eine Gruppe von Männern und Frauen mit Sup.Günther nach Schorndorf fuhr und mit Oberbürgermeister Hanke unter Mitwirkung von Dekan Junt – abends sogar mit den Vorsitzenden der im Stadtparlament von Schorndorf vertretenen Parteien- ausführlich über das Projekt einer Städtepartnerschaft sprachen mit dem Ergebnis: nach den Kommunalwahlen in Thüringen wollen beide Städte einen Partnerschaftsvertrag besprechen und schließen.Das geschah dann auch im Januar 1991. Es war ein Abend des dankbaren Erinnerns.

Der Sonnabend brachte uns einen ca.1 stündigen,interessanten Rundgang durch die Stadtmitte mit Dekan i.R.Junt und frischen,kostenlosen Brezeln,dann die gemeinsame Fahrt ins beeindruckende Mercedes-Museum in Stuttgart. Die Geschichte des Autos wird durch einmalige Museumsstücke deutlich gemacht.Technikfreunde sind begeistert.

Anschließend nahmen wir an einem kleinen Festakt zur Einweihung einer Gedenktafel an der Wiedervereinigungseiche teil, gepflanzt am 3.10.1990 am Stadtrand von Schorndorf.

Am Sonntag wurde zum gemeinsamen Gottesdienst in die Stadtkirche eingeladen,der von Dekan Teich (Liturgie) und Sup.i.R. Günther (Predigt)gehalten wurde. Neben der Dankbarkeit und Freude bewegte uns im Gottesdienst auch das Unglück,das durch einen Wirbelsturm in der amerikanischen Partnerstadt von Schorndorf, in Toscaloosa,verursacht worden war.Telefonverbindungen und Mails waren unterbrochen.Nur von einer online-Studentenzeitung gab es Nachrichten.Und die waren schlimm: über 30 Tote, meist Studenten, und sehr viele vermisste junge Leute. Deshalb waren die Fahnen von Schorndorf, Kahla und Toscaloosa amRathaus mit Trauerflor versehen.Im Gottesdienst wurde zum Gedächtnis eine Kerze angezündet und der Oberbürgermeister formulierte im Fürbittengebet auch eine Bitte für die vom Unglück Betroffenen in der amerikanischen Partnerstadt.

Im Anschluß an den Gottesdienst zogen wir zum oberen Markt. Eine sogenannte „Hocketse“ war angekündigt. Sie fand als Höhepunkt des Treffens anlässlich der vor 20 Jahren erfolgten Unterzeichnung der Urkunde zur Städtepartnerschaft statt.Tische und Bänke waren aufgestellt.Es gab wohl Wolken,aber keinen Regen.Getränke wurden ausgeschenkt,schwäbische Spätzle und thür.Bratwürste wurden feil geboten.Lippmanns mit ihrem Stand waren da.Eine Blaskapelle sorgte für Musik.Es war richtige Volksfeststimmung.Der Tourismusverband unseres Landkreises war mit einem Informationsstand vertreten.Die beiden Bürgermeister von Schorndorf und Kahla hielten Reden,die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine Grußworte.So verging der Nachmittag mit Begegnungen und Gesprächen. Alte Bekannte trafen sich, neue Bekanntschaften wurden geschlossen.

Doch dann war es so weit: Abschied nehmen und sich für Oktober 2011 in Kahla spätestens verabreden.Viele Schorndorfer,einschließlich Oberbürgermeister und Mitarbeiterinnen des Rathauses,kamen mit an den Bus,um zu winken. Ein fröhliches Fest mit interessanten Gesprächen und Begegnungen war zu Ende gegangen, um im Herbst in Kahla fortgesetzt zu werden.

Am Schluss möchte ich allen Schorndorfern,den freiwilligen Helfern aus dem Partnerschaftsverein Schorndorf, besonders Marion Rube ,Thomas Röder und Frau Büttner, den Gastgebern,den Mitarbeiterinnen des Rathauses und allen Helfern und nicht zuletzt Oberbürgermeister Klopfer im Namen des Städtepartnerschaftsvereins Kahla herzlich danken.

Günther

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