Auf der von Marion Rube organisierten Fahrt des Partnerschaftsvereins wurde die Teufelshöhle in Pottenstein mit ihren beeindruckenden Hallen erwandert. Auf dem Marktplatz von Kahla wurde die Reisegruppe von Bürgermeisterin Nissen-Roth und vielen hier bekannten Gesichtern begrüßt. Abends war gemütliches Beisammensein mit Thüringer Würstchen und allem was dazugehört im Hof des interessanten Stadtmuseums.

 

Ein Tagesausflug führte nach Leipzig, wo zuerst das zwischen 1898 und 1913 errichtete monumentale Völkerschlachtdenkmal erforscht wurde und bereits die tolle Silhouette der Stadt zu sehen war. Besichtigt wurden so geschichtsträchtige Orte wie die Thomaskirche mit dem Grab von Johann Sebastian Bach sowie die Nikolaikirche wo es die ersten Friedensgebete jeden Montagabend gab, die in den 80er Jahren immer mehr Menschen ansprachen und zur Wende beitrugen.

Auf eigenen Wunsch wurde den Schorndorfern die Geschichte des ehemaligen NS Rüstungswerkes REIMAHG bei Kahla im Dokumentationszentrum vermittelt. In der Bunkeranlage auf dem Walpersberg sollten Kampfflugzeuge gebaut werden. Nach Baubeginn der Anlage im April 1944 startete im Februar 1945 die erste von lediglich 29 fertiggestellten Maschinen. Zu der Zeit waren mindestens 12000 Zwangsarbeiter aus vielen Ländern, vor allem Italien und Belgien, in zwei Schichten zu 12 Stunden tätig. Es soll mindestens 2000 Tote gegeben haben. Am 14. April 1945 sind die Amerikaner einmarschiert, sie blieben 2 ½ Monate. Im Juli 1945 wurde die Anlage von der Roten Armee übernommen. Sie diente zeitweise als Waffen- und Munitionslager. In den 90 er Jahren wurde alles ausgeräumt. Aus Sicherheitsgründen können die Bunker innen nicht besichtigt werden, Eingänge sind zu sehen Bereits 1946 wurde der 1. Gedenkstein errichtet. Jedes Jahr kommen viele Nachfahren zu Gedenkfeierlichkeiten.

Selbstverständlich bestand die Möglichkeit zum Fabrikverkauf im Porzellanwerk und bei Griesson. Ebenso gab es das traditionelle Rouladenessen im neueröffneten Rosengarten mit anschließender Kegelrunde. Thomas Röder bedankte sich bei Dieter Stops und seinen Mitstreitern für die gute Betreuung und die herzliche Aufnahme in Kahla.